Dank für 125. "Aderlass"

hmw Dreis-Tiefenbach. „Taschentücher gibt es im Supermarkt. Blut nicht“. So lautet nur eine der Werbekampagnen des Deutschen Roten Kreuzes an die Bevölkerung, mehr Blut zu spenden. Wie die Statistik zeigt, sind in Nordrhein-Westfalen nur 4,3 Prozent der dort lebenden Menschen bereit, einen halben Liter ihres Blutes zu spenden. Anlass zur Besorgnis gibt vor allem die stets stärker in Erscheinung tretende Tendenz, dass immer wenige junge Menschen bereit sind, Blut zu spenden. Sie verlassen sich darauf, „dass andere schon spenden werden“.

Dabei braucht niemand Besorgnis vor irgendwelchen Konsequenzen zu haben. Eigentlich sollte es schon bekannt sein: Die medizinischen Vorsorgen sind nahezu akribisch; zudem kann der menschliche Körper die entnommene Menge von einem halben Liter Blut in ca. zwei Wochen wieder aufbauen. Ganz zu schweigen von den umfangreichen Tests, denen jede einzelne Konserve unterzogen wird. Sollte wirklich einmal etwas nicht stimmen, werden der Spender und auch dessen Hausarzt umgehend informiert. Zudem kann jeder Spender ein kostenloses umfangreiches Essen nach inklusiver Getränke konsumieren.



Es waren die Spender aus 2005, die am vergangenen Freitagabend im Dreisber DRK-Heim für ihr Engagement geehrt wurden. Andreas Weber, Vorsitzender des DRK-Ortsverein Dreis-Tiefenbach und die Blutspendebeauftragte Brigitte Neuser fanden lobende Worte für die 16 Spenderinnen und Spender.

„Rekordhalter“ ist Hartmut Heide, der Ehrenadel und Urkunde für 125 unentgeltliche Blutspendern erhielt. Auf 110 Spenden brachte es Herbert Wagner, auf 100 Bernhard Kringe und Hans-Jürgen Flender. 75mal gespendet haben Rainer Adler, Hermann Müller und Armin Klöckner. Ferner wurden Ulrich Oertel, Maria Stephan, Brunhilde Klingspor, Hans-Jürgen Klatt, Christa Gieseler, Margot Roth, Erich Schneider, Friedegard Velte und Hildegard Kringe für 50maliges Blutspenden ausgezeichnet.



Erstmals seit mehreren Jahren konnte 2005 mit 1274 Spendern wieder eine Steigerung verzeichnet werden. Nach dem dramatischen Rückgang der Spenderzahlen in 2003 und 2004 ist es dem Dreisber DRK-Ortsverein gelungen, den Trend nicht nur zu stoppen, sondern sogar zu drehen. Zudem ist das Aufnahmesystem vereinfacht worden und die Aufnahme von Erstspendern gestaltet sich effizienter und schneller. Man hofft, dass auch im Jahr 2006 wieder gegen den Trend gelaufen werden kann und die Anzahl der Spender sich weiter erhöht.

Einige Anmerkungen des Webmasters:
In den vergangenen Jahren wurde es grundsätzlich so gehandhabt, dass die Blutspender, die z. B. ihre Spendenzahl mit 25, 50, 75, 100 usw. Spenden erreichten, ihre Ehrennadel wenige Wochen vom DRK-Blutspendedienst zugesandt bekamen oder mitunter gleich nach der betreffenden Blutspende erhielten.
Heute müssen diese Blutspender bis Anfang des darauf folgenden Jahres warten.  Wer also z. B. im Februar seine 50. usw. Blutspende hinter sich gebracht hat, muss ein Jahr auf seine Ehrenurkunde und Ehrennadel warten. Denn die Blutspender aus 2006 werden erst im Jahre 2007 vom DRK Dreis-Tiefenbach geehrt.
Blutspender mit einer "Schnapszahl", z. B. mit 55, 65, 80 Spenden usw. werden nicht mehr intern vom DRK-Ortsverein geehrt.