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Dreis-Tiefenbach soll sauberer werden
hmw
Dreis-Tiefenbach. „Dreisber“ Probleme wurden am Donnerstagabend in der
Dreisbachhalle im Rahmen der angesetzten Bürgerversammlung zwar reichlich
gewälzt, doch nicht einmal 30 Personen waren dazu erschienen. Probleme,
die den Dreis-Tiefenbachern buchstäblich unter den Nägeln brennen, und
Ortsvorsteher Volker Laaske hatte mit Bürgermeister Rüdiger Bartsch und
dessen Referenten Johannes Schneider keinen leichten Stand.
Laaske ließ nach seiner Begrüßung die Arbeiten des Bauhofes aus 2006 Revue
passieren: Es seien Bäume gefällt, Sträucher zurück geschnitten,
Regenwassereinläufe gesäubert und viel Müll beseitigt worden. Auch das
„Flicken von Löchern“ sowie das Ausbessern der Brückenbelege seien in
diesem Rahmen nicht zu kurz gekommen. Vor allem dankte der Ortsvorsteher
den Feuerwehrleuten, die nach dem Sturm „Kyrill“ jede Menge Arbeit
geleistet hätten.

Ein wunder
Punkt ist in Dreis-Tiefenbach das Thema „Sauberkeit“. Laaske appellierte
dazu an die Einwohnerschaft, den herumliegenden Unrat doch einmal
aufzuheben und in die Mülltonnen zu stecken: „Die Stadt Netphen hat 21
Ortschaften, die sauber gehalten werden müssen, und das Reinigungspersonal
kann nicht überall sein“.
Zukunft sieht Ortsvorsteher Laaske durch mögliche Investoren und
Unternehmer, die bereit seien, etwas für den Bürger zu tun. Dies
bedeuteten zum einen Steuereinnahmen für die Stadt und zum anderen bei
guten Gewinnen Spenden für die Kultur betreibenden Vereine. Er werde auch
nicht müde, Werbung für Luft- und Raumfahrt-Technologie zu machen. Das
trage und bedeute Zukunft. Abschließend richtete Laaske einen Appell an
die Ortsvereine, die allen Bürgern das Gefühl geben sollen, dass sie auf
ihren Festen willkommen seien. Die Politik habe, was die Integration von
Zugezogenen angehe, „so ziemlich versagt“. Wenn die Vereinsmitglieder es
nicht schafften, das Dreisbe mit seinen Ortsteilen endlich zusammenwachse,
zerfielen die Vereine sowie auch der Ort. „Wir sollten den Schritt endlich
wagen“, meinte Laaske.
Massive Kritik musste Bürgermeister Rüdiger Bartsch ob der an vielen
Stellen im Ort maroden Bürgersteige einstecken Doch das kostet Geld, und
das hat die Stadt Netphen nicht. „Inzwischen sind wir eine
Not-Haushaltsgemeinde, und da kann man höchstens flicken und ausbessern“.
Werde hier eine grundlegende Neusanierung gewünscht, müssten die
betroffenen Anlieger die Kosten mittragen. Ein besonders wunder Punkt in
Dreis-Tiefenbach sind weiterhin die verkehrsberuhigten, gepflasterten
Zonen.im Bereich der Bismarck- und Feldwasserstraße. Das Durchfahrtsverbot
für Nicht-Anlieger werde permanent ignoriert,
Geschwindigkeitsüberschreitungen seien an der Tagesordnung. „Selbst
Lastwagen und Omnibusse brettern im Affenzahn dadurch“, sagte ein
Anwohner. Probleme bereitet längst die an vielen Stellen schadhafte
Bepflasterung, was zusätzliche Geräusche beim Überfahren verursache – eine
Fehlplanung übrigens, die schon vor Jahren in Frage gestellt wurde.
Angesprochen wurden weiterhin auch zu geparkte Gehwege, und die
missbräuchliche Abkürzung für aus Richtung Eckmannshausen kommende
Autofahrer über den Parkplatz des LIDL-Marktes Bürgermeister Bartsch sagte
Kontrollen durch Ordnungskräfte und auch die Polizei zu. Durch das neue
Einkaufszentrum jedenfalls sollen 140 zusätzliche Parkplätze entstehen.
„Wir müssen den Gürtel noch enger schnallen“, meinte Bartsch und so
zerplatzte letztendlich auch der Wunsch von Laaske, die ursprünglich für
den Netphener Kreisel bestimmte Skulptur in Dreisbe aufzustellen, wie eine
Seifenblase. Einige nötige Segmente der Skulptur, wie Seilscheibe und
Drehgestell, stünden nicht mehr zur Verfügung, hinzu kämen die hohen
Bearbeitungskosten. „Alles in allem ein fünfstelliger Betrag, und das Geld
haben wir nicht“, meinte auch Referent Johannes Schneider, obwohl sich der
Heimatverein hier wirklich verdient gemacht hätte. |