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Also zugegeben: Wir Dreisber
haben es wirklich nicht leicht. Zu dem Ungemach, dass vor Jahren der gesamte
Ortskern abgerissen wurde, baute man uns eine tolle Rennstrecke quer durch
den Ort. Und den „Salat“ – oder besser die vielen Autos- haben wir jetzt im
Überfluss. Gegenwärtig herrschen auf der B 62 im Bereich des Einkaufszentrum
Zustände wie auf dem Nürburgring; woran auch der „prägnante
Siegstraßenknick“ an der abgerissenen ehemaligen Gaststätte Wagner nichts
ändern kann. Das Überqueren der Fahrbahn ist außerhalb der Ampelbereiche
echt lebensgefährlich, ist doch seit der Verlegung der Postagentur nach
Foto-Frank ein verstärkter Pendelverkehr von Passanten zu beobachten, die
Einkäufe erledigen und dabei die Postagentur besuchen. Nur zu verständlich,
dass man nach Abhilfe sinnt und dabei den Weiterbau der A 4 durch das
Rothaargebirge in Betracht zieht. Hans-Gerhard Maiwald, Siegstraße 13, Dreis-Tiefenbach
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Klaus-Peter Wilhelm weiß die "Patentlösung" für Dreisbe:
Zum SZ-Bericht "Langer Weg zur Ortsumgehung" (SZ v. 9. Januar): Wenn
Kommunalpolitiker, welcher politischen Richtung auch immer, nicht wissen, wie
sie Dreis-Tiefenbach beglücken können, so bringen diese Bürgervertreter in
Abständen immer mal wieder, wegen der chaotischen Verkehrsverhältnisse, die
Ortsumgehung ins Gespräch. Dabei wird allerdings wissentlich vergessen, dass die
Ortsdurchfahrt B 62 durch ein zugebautes Tal führt, und selbst die Hänge links
und rechts fast vollständig bebaut sind. Eine Ortsumgehung, wie sie in Netphen
gebaut wird, kann für Dreis-Tiefenbach also vollkommen ausgeschlossen werden !?
"Ortsgegner" am Werk (Zum SZ-Bericht „Anne-Frank-Schule soll auslaufen", vom 25. Oktober 2000): Na endlich, nun hat man es geschafft: Die Anne-Frank-Schule in Dreis-Tiefenbach wird wohl geschlossen. Der Vorbild-Demokrat Herr Katz wird voller Trauer die einzige Hauptschule in der Stadt Netphen leiten und natürlich bei der Beerdigung der Anne-Frank-Schule einige Taschentücher voll heulen. Unbekannte, dunkle Mächte haben in den vergangenen sechs Jahren immer wieder pünktlich zum Schulwechsel-Termin eine Diskussion (vermutlich aus dem Weltall) in die Stadt Netphen gestreut, ob diese Schule wohl nicht irgendwann mal geschlossen werden würde. Nur im Wahljahr (so ein Zufall) hatten diese Mächte wohl Urlaub, da blieb diese Diskussion aus. Keiner der Politiker der CDU hat das natürlich gewollt, man war jedes Mal total überrascht, warum sowas diskutiert wird. Aber diese Sache hat gewirkt, die Anmeldezahlen gingen logischerweise zurück, der Schulleiter hat im Sommer entnervt aufgegeben und ist gewechselt. Zuvor hatte die Verwaltung unter SPD-Führung den sehr erfolgreichen Ganztagsbetrieb abgeschafft. Und jetzt gibt es ja leider Fakten, welche eine andere Entscheidung als zum Nachteil von Dreis-Tiefenbach nicht mehr zulassen (das kenne ich doch irgendwoher). Da können sogar wie immer die Dreis-Tiefenbacher Ortsvertreter (unser Bürgermeister wohnt auch in Dreis-Tiefenbach) nichts mehr machen (wobei ich fast den Eindruck habe, dass sind keine Vertreter, sondern Ortsgegner). Somit haben wir bald bei über 5000 Einwohnern nur noch eine Grundschule, alle anderen Schüler müssen woanders hinfahren. Dafür haben wir aber eine baufällige Dreisbachhalle, für die man nun schon seit Jahren immer wieder Ausreden findet, um sie nicht zu renovieren (und irgendein Grund findet sich immer, sei es die T-Shirt-Farbe der Vereinsvertreter aus Dreis-Tiefenbach). Wir haben auch noch lustige Industriegebiete (die natürlich jeder vor der Tür haben will) und die Telekom, jetzt haben wir doch endlich ordentlichen Verkehr im Ort. Ich glaube, es ist sogar geplant, ein weiteres Industriegebiet aus Richtung Weidenau zu erschließen. Dann hat man an fast jeder Einfahrt in den Ort eines. Bei diesen Sachen fühle ich mich fast irgendwie an Sizilien erinnert. Da diese Entwicklungen seit Jahren unter CDU-Regentschaft stattfinden, kann ich nicht weiter Mitglied in dieser Partei sein. Ich werde meinen Partei-Ausweis heute zurückgeben. Joachim Zühlsdorf, Dreis-Tiefenbach, Auf der Schläfe 2a |