Dreisbes Gedenkstätte  für die Gefallenen


Mit dem Gedenken an die Toten, die in den beiden schlimmen Weltkriegen ihr Leben lassen mussten, ist es schon so eine Sache.. Eigentlich war das ehemalige Ehrenmal, das die Form eines Kegelstumpfs hatte und aus Bruchstein gebaut war, über Jahrzehnte hinweg ein würdiges Monument und auch bestimmt vom Baustil her ein Äquivalent zur Evangelischen Dorfkirche, die aus den gleichen Steinen hergestellt ist. Doch dann wurde das Denkmal baufällig, und etwas Neues musste her. Verständlich, doch warum sich Dreisbes "kreative Planer" für diese nüchtern wirkende, Obelisken entschieden, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Wenn auch der früher mit einer Kiesdecke versehene Vorplatz in eine ansehnliche Grünanlage umgestaltet wurde, so wirkt das direkte Umfeld (kein Blumenschmuck und dergl.) dieser Obelisken trist und schmucklos. Die Bronzeplatten selbst sind übrigens stark oxydiert und bedürften einer Reinigung, was aber auch in anderen Ortschaften schon beobachtet wurde.

Offen bleibt die Frage warum es nicht möglich gewesen sein sollte, sich wenigstens annähernd am Baustil der nur einen Steinwurf entfernt liegenden Kirche zu orientieren. Eine geschlossene Form - ob rund oder nun abgekantet - hätte mehr zu Wärme und Geborgenheit assoziiert!