Struktur von Dreis-Tiefenbach
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Dreis-Tiefenbach besteht im Prinzip aus einem Unter- und Oberdorf. Hinzu kommen noch die zum Teil an Bergeshängen gelegenen Fluren "Alte Burg", "Am Bruch", "Feldwasser", "Heckersberg", "Liesch", "Breitenrath", "Habach", "Zinsenbach" und "Auf der Au". Das letzt genannte Gebiet erstreckt sich mit einer Siedlung - unterbrochen durch Industriebezirke - weit nach Osten und erreicht dabei fast Netphener Territorium. 
Der mit Bindestrich (postalische Schreibweise) geschriebene Doppelname rührt von den in früheren Jahrhunderten separaten  Orten "Dreisbach" und "Tiefenbach" her, die später zusammen gelegt wurden. Innerhalb der Kommunen und Katasterämter z. B. wird der Name allerdings in einem Wort geschrieben - also "Dreistiefenbach". In Siegerländer Mundart  lautet die Ortschaft kurz und bündig "Dreisbe".

Dreis-Tiefenbach könnte man auch als das "Eingangstor" zum Rothaargebirge bezeichnen. Denn spätestens in der nur vier Kilometer östlich gelegenen jungen "Stadt Netphen" beginnen die Aufschwünge zum Rothaargebirge, das von zahlreichen Wanderwegen durchzogen und bekannt durch seine herbe landschaftliche Schönheit ist. Populär geworden ist inzwischen der neu eingerichtete "Rothaar-Steig".

In Dreis-Tiefenbach sind inzwischen zahlreiche Industrie-Unternehmen angesiedelt, die zum Teil über langjährige Tradition verfügen, aber auch in wirtschaftliche Umbrüche und Umstrukturierungen gerieten und daher nicht mehr die frühere Bedeutung haben. Es gibt hier viele Handwerksbetriebe und auch eine Druckerei. Auch der größte Zeitungsverlag des Siegerlandes, der die ebenso größte Tageszeitung (Siegener Zeitung) der hiesigen Region herausgibt, hat hier sein hochmodernes Druckzentrum. Weiterhin findet man hier u. a. das populäre Kunstturn-Leistungszentrum sowie die Dreisbach-Halle, drei Kindergärten, zwei Schulen, zwei Kirchen und mehrere Evangelische Gemeinschaften. Gravierend hat sich mit Sicherheit die Schließung der "Anne-Frank-Schule" im Feldwasser auf die Bevölkerung ausgewirkt - einen Schildbürger-Streich, den viele Einwohner bis heute nicht verstehen können.

In baulicher Hinsicht wurden in Dreis-Tiefenbach zahlreiche Fehler gemacht, ohne dies aber polemisieren zu wollen. Es soll hier lediglich darauf hin gewiesen werden. Keine unbedingte Glanzleistung ist z. B. die Gestaltung des neuen Orts- und Geschäftszentrums, wo viele alte Häuser abgerissen wurden. Im Jahr 1979 verlor Dreis-Tiefenbach endgültig seine bauliche Mitte.

Dreis-Tiefenbach ist bekannt durch seine günstige zentrale Lage. Man gelangt zumindest mit dem Pkw rasch in die übrigen Regionen des Siegerlandes und hat über die leider überlastete Durchgangsstraße B 62 raschen Anschluss zur Sauerland-Linie A 45 und damit quasi zum Autobahn-Netz. Doch nur verhältnismäßig wenige Schritte sind es in die Stille und Abgeschiedenheit der Mischwälder mit vielen, kaum bekannten Flecken.

Dreis-Tiefenbach verfügt über folgende Begegnungsstätten, soziale und öffentliche Einrichtungen:

  • Grundschule
  • drei Kindergärten
  • Lehrwerkstatt der Friseur-Innung
  • Dreisbachhalle
  • Kunstturn-Leistungszentrum
  • Grillhütte
  • Schützenhaus
  • fünf Bolzplätze
  • acht Spielplätze
  • Sportplatz
  • Friedhof
  • Feuerwehr
  • DRK
  • Heimatverein

Besondere Sehenswürdigkeiten:

Aussichtspunkt "Alte Burg", unterhalb Ortsmitte gelegen. Ehemalige Zungen- und Wehrburg. Einige Wanderparkplätze.

Historisches:
Haus Pithan im Ortsteil "Am Bruch", Haus Wilke gegenüber Jung-Stilling-Platz, Neue Jung-Stillings-Linde am Jung-Stilling-Platz, Bergwerks-Lore (vor Gaststätte "Zur Linde").